"Der Hund bleibt Dir im Sturme treu,

der Mensch nicht mal im Winde."

(Franz von Assisi)

Unsere Dackel werden immer schlauer...

Dackel, Teckel oder Dachshund?

Was ist denn eigentlich der Unterschied?

Diese Frage wird uns häufig gestellt, und die Antwort ist ganz einfach:
Es gibt gar keinen!!

Der Deutsche Teckel, auch Dackel oder Dachshund genannt, ist seit dem Mittelalter bekannt. Alle hängeohrigen Jagdhunde Mitteleuropas gehen auf die Bracken zurück. Das Wort Bracke wurde von dem Knacken und Brechen des trockenen Buschwerkes abgeleitet, das beim Hochmachen und Verfolgen des Wildes, wozu diese Hunde eingesetzt wurden, entstand. Alle Vorstehhunde, Laufhunde, Dachsbracken, Schweißhunde und natürlich auch die Dachshunde stammen folglich vom gleichen Urahn ab. Aus Bracken wurden fortlaufend Züchtungen von Hunden geschaffen, die besonders für die Jagd immer weiter spezialisiert und verbessert wurden. Aus niederläufigen Hunden kristallisierten sich die heutigen Teckel heraus.


Mit Einführung der Rassekennzeichen Ende des 19. Jahrhunderts begann die planvolle Dachshundzucht. Der größte Teil der Population waren Kurzhaarteckel, warum er auch als Urdackel bezeichnet wird; nur am Rande wurden Rauhhaarteckel und später Langhaarteckel  erwähnt. Der erstere wurde wegen der derberen Behaarung und des größeren Schneides gegenüber dem Urdackel durch Einkreuzung von Terriern und Pinschern, der letztere wegen des besseren Spurlautes durch Einkreuzung von Spaniel und Settern erschaffen. Zunächst gab es keine Unterscheidung zwischen Teckeln und Zwerg- bzw. Kaninchenteckeln.


Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit der organisierten Zucht der Zwerg- und Kaninchenteckel begonnen. Grundgedanke war der Bedarf nach einem möglichst kleinen Bauhund, der zur Jagd auf Jungfüchse und vor allem zur Jagd auf das  Kaninchen geeignet war. Dazu wurden besonders kleine Teckel miteinander verpaart.

Seit den 1980er-Jahren werden die drei Größen in getrennten Zuchtbüchern erfasst und gelten damit als eigenständige Rassen. So entwickelten sich aus drei Haararten insgesamt neun Teckelrassen.

Die  Einteilung der Größen nach Brustumfang (BU):

Kaninchenteckel (Kt), BU bis zu 32 cm
Zwergteckel (Zw), BU bis zu 37 cm
Normal-(Standard)Teckel (T), BU ab 37 bis 47 cm

Alle Teckel sind kurzläufige, langgestreckte, niedrige, aber kompakte Hunde. Sie sind sehr athletisch in der Figur. Sie sollen also weder fett noch knochig und mager sein. Sie sind sehr beweglich in ihrer Motorik, sind flink und wendig. Der Kopf wird keck herausfordernd getragen, der Gesichtsausdruck ist  interessiert und aufmerksam. Der Teckel ist wesensfest, freundlich und weder ängstlich noch aggressiv.

 

Gegen jagdbares Wild soll er mutig und tapfer sein. Gegenüber Menschen und anderen Hunden friedlich und freundlich. Der Teckel ist ein universeller, gescheiter und lieber Familienhund.


Gleichzeitig ist er ein passionierter ausdauernder, feinnasiger, flinker, spurlauter und vielseitig verwendbarer Jagdhelfer. Neben derArbeit unter der Erde zeigen sie ausgezeichnete Arbeiten über der Erde, wie im spurlauten Jagen, im Stöbern, auf der Wundfährte und auch am und im Wasser. Alle drei Haararten vermögen, wenn sie aus leistungsfähigen Stämmen hervorgegangen sind, gleich gute jagdliche Leistungen zu vollbringen. Auch die kleinsten Varietäten, die Zwergteckel und die Kaninchenteckel, zeigen bei der Jagd viel Passion.

Der Teckel ist der kleinste deutsche Jagdgebrauchshund und ein idealer Familien- und Begleithund. Besonders die hohe Intelligenz, die resolute Flexibilität und ihre Gelehrigkeit zeichnen unsere Teckel aus. Sie sind pflegeleicht und deshalb auch gut auf Reisen mitzunehmen. Teckel haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und eine hohe Anpassungsfähigkeit. Sie können bei entsprechender Haltung vollwertige Familienmitglieder werden. Es ist nicht selten, daß ein Teckel älter als 15 Jahre wird.

Auszüge aus dem Vortrag von Claudia Kleister, anlässlich der Richtertagung WUT: "Geschichtliche Entwicklung der Rasse (Standardteckel) und die Entstehung der Zwerg- und Kaninchenteckel", 2012

Das Wesen des Dackels

 

Im "Mannheimer Morgen"  macht sich Ralf-Carl Langhals Gedanken nach dem Motto: Ein Leben ohne Dackel ist möglich, aber sinnlos.

 

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Das befand einst Humorkönig und Hundefreund Vicco von Bülow alias Loriot. Viele schöne Hunderassen und deren liebenswürdige Mischungen und Varianten bevölkern die Tierwelt. Darunter finden sich Zottlige, Seidige, Drahthaarige, Langschnauzige, Knie- und Hüfthohe ebenso wie Allergieverträgliche und vegan Ernährte. Das Äußere ist bekanntlich Geschmackssache. Was also für die menschliche Partnerwahl gilt, gilt für die Wahl des bevorzugten Vierbeiners nicht minder. In Wesensfragen wird die Sache komplexer. Welches ist das geeignete Tier für die Familie, die Zweizimmerwohnung, den Bauernhof? Wie soll der Hausgenosse sein? Wachsam, verschmust, gesellig, gelehrig, familienfreundlich, jagdtauglich?

Und dann gibt es ihn. Er, der sich nicht darum schert, wie er sein soll, sondern schlicht ist, wie er sein will: der Rauhaardackel. Von kleinem Wuchs, die Beinchen krumm, frech wie Oskar, launisch wie eine Diva, forsch wie ein Dobermann oder einfach nur ein fauler Hund – und dazu stur wie ein Panzer. Oder eben eine Mischung aus alledem und dabei höchst reinrassig. Er hat ihn erfunden, den wortwörtlichen Dackelblick. Und wer den vorwurfsvollen Augen von Willi, Waldi, Hugo, Senta oder Trixi einmal erliegt, ist dem Typus Dackel auf ewig verfallen – auch wenn, er sich damit oft selbst zum Dackel macht. „Sitz! – Na, dann eben nicht ...“ 

 

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